Die Folgen der Rechtshängigkeit des Ehescheidungsantrages

Die Scheidung wird durch Zustellung des Scheidungsantrages an den Antragsgegner rechtshängig. Folge der Rechtshängigkeit ist, dass das gesetzliche Ehegattenerbrecht entfällt, wenn die Scheidungsvoraussetzungen vorliegen (z.B. Trennungsjahr und Zerrüttung ist dargelegt). Weitere Folge der Rechtshängigkeit ist, dass durch die Zustellung des Scheidungsantrages der Stichtag vorliegt, für die Ermittlung eines etwaigen Zugewinnausgleichs. Ab diesem Stichtag also endet die Teilhabe an einem eventuellen Vermögenszuwachs des Ehepartners während der Ehe. Ebenso ist die Zustellung des Scheidungsantrages Stichtag für den Versorgungsausgleich. Am letzten Tage des vorangegangen Monats endet die Teilhabe an ungleichgewichtig verteilten Zuwächsen auf den Rentenversicherungskonten.